Donau 5

Verschlafen waren die Strassen am Sonntagmorgen, als ich nach Passau unterwegs war. Zuvor aber sollte ich in Vilshofen noch Einkehr halten… denn schon am Donauufer wurde mir die Richtung gewiesen. Nachdem Danu mich begrüsst hatte und wir gemeinsam den Tag segneten, den wir entlang ihres Flusses nun weiterweben werden, begab ich mich noch kurz in das kleine Städtchen hinein. Wie hingemalt liegt es am Ufer. Zu dieser Zeit waren nur Kirchgänger unterwegs. Ansonsten war es absolut ruhig.

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Wie Passau, so wird auch Vilshofen als „Dreiflüsse-Stadt“ bezeichnet. Allerdings ist sie die kleine Schwester der weiter östlich liegenden Stadt an der österreichischen Grenze. Ab hier wird es nun wieder hügeliger und die Donau schlängelt sich oft in einem hohen Felsenbett dahin. Und auch hier geht es um Klöster, Bischofsschenkungen, Grafen, Herzöge und andere Edelleute, Besitzkämpfe, Eroberungen… Wie viele andere Städte dieser Art, brannte auch sie einmal fast zur Gänze nieder. Österreich hielt die Siedlung  einmal besetzt, gemeinsam mit ganzen Landstrichen. Der Hunger nach Macht war (und ist) unstillbar.

Ein Novum ist hier der Salzhandel, der seit ein paar Jahrhunderten nach Passau und von dort über den sogenannten „Goldenen Steig“ (das weisse Gold) hinauf bis Prag betrieben worden ist.

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Gestriegelt wirkte die Stadt und so als würde sie täglich mehrmals herausgeputzt werden wie ein Kind, das man zur Taufe trägt. Doch all das wirkte auf mich viel weniger eindrucksvoll, als das riesige Schild an der Häuserreihe des Hauptplatzes, deren Fluchtlinie der Stadtturm war. „Rumpelstilzchen“ stand da – und der zentrale Spruch in diesem Märchen lautet: „Ach wie gut, dass niemand weiss…“. Da ist es auf den Punkt gebracht und es gilt für Taufen genauso, wie für all anderen Machtspiele, die sich hinter harmlosen Masken und Fassaden verbergen.

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Es geht in diesem Märchen um den Verrat des Kindes und dessen Auslieferung an die Mächtigen – aus Angst vor ihnen und aus der beissenden Armut heraus, die selbige in einem fort verursachen. Auf deren Seite wiederum ist es die Gier nach mehr und immer mehr (Macht, Besitz, Gold…). Und dann ist da das Kind, die arme Müllerstochter, die ihre Seele an den Teufel verkaufen muss, um zu überleben. Und sie muss ihm ihr erstes Kind versprechen. Dann aber ist sie bereit, vom König geheiratet zu werden – natürlich nicht ohne sein eiskaltes Kalkül, dass er mit ihr seinen Reichtum auf ewig gesichert hätte, da sie doch Stroh zu Gold spinnen kann. Die Frau hat dabei aber ihren ganzen (inneren) Reichtum verloren und sie ist so zu einem blossen Spielball der anderen geworden .

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Dieser ganzen Palette an schwarz-magischem Machtmissbrauch kann die Königin dann allerdings nur entkommen, indem sie „weiss“ und das Dunkle beim Namen nennt. Es ist das Essen vom „Baum der Erkenntnis“, welches den Menschen von ihren Göttern (und Besatzern) ausdrücklich verboten worden ist. Warum wohl?

„Heute back’ ich, morgen brau’ ich, übermorgen hol ich der Frau Königin ihr Kind. Ach wie gut, dass niemand weiss, dass ich Rumpelstilzchen heiss’“. Das ist der eigentliche Punkt hier: wir müssen WISSEN, anstatt irgend jemandem auch nur irgend etwas zu glauben. Aber es ist ja nur ein Märchen…

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Laufwasserkraftwerk Kachlet

Freilich reiben wir uns immer wieder die Augen und wollen nicht glauben, dass all das ständig mitten unter uns geschieht. Und es ist auch oft das ganze Gegenteil von dem was man uns darüber sagt. Doch hier, wie in anderen Orten und Städten… ist eigentlich alles in Stein gemeisselt. Wir brauchen nur hinschauen.

Damit war ich bereits wieder unterwegs und erreichte am frühen Vormittag Passau. Mit dem ersten Schiff machte ich dann eine „Dreiflüsse-Stadtrundfahrt“ und es war ein wunderbares Gefühl des Getragenwerdens von Danu’s Wasser nach diesen anstrengenden Tagen. Meine Aufmerksamkeit blieb deshalb zunächst auf das Wasser gerichtet, wenngleich man auf einem solchen Touristen-Schiff förmlich mit Informationen überschüttet wird.

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Das blaue alte und neue Schutz- und Kraft-Band ist hier an diesem Platz nun über Deutschland fertiggewebt und die Donaugöttin umhüllte damit gerade sanft diesen sehr heiklen Platz. Vorne an der Biegung der Donau war bereits österreichisches Gebiet sichtbar.

Wir fuhren zunächst ein kleines Stück an der Donau fluss-aufwärts, vorbei an einem Hotel, das man als der „Ruhende Mensch“ bezeichnet und das von einem österreichischen Architekten entworfen wurde. Der Mensch, der jetzt von seinem Schlafe aufwachen muss…

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Blickt man von oben auf die Stadt herab, dann zeigt sie sich wie ein Zauber- oder Hexenhut in die Landschaft und zwischen zwei Flüsse hinein gelegt. Auffallend sind hier die vielen Türme und Kirchen sowie eine riesige Burg- und Wehranlage am gegenüberliegenden Hügel und man kann sich dem Gefühl einer ungeheuren Machtkonzentration kaum entziehen.

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Flussaufwärts ging es dann zur Innenstadt-Spitze und damit zum Zusammenfluss der drei Flüsse. Unterhalb der Wasserburg Niederhaus und der Veste Oberhaus fliesst der kleine schwarze Moorwasser-Fluss Ilz vom Norden her in die Donau herein und auf der anderen Seite kommt kurz danach der Inn mit seinem trüben Wasser dazu. Das lässt die Donau bis hierher noch einmal als sehr reinen Fluss erscheinen, der grünlich und manchmal auch blau wirkt. Danach vermischen sich die Flüsse und ab da wirkt die Donau eher grau als blau – wie sie im klassischen „Donauwalzer“ verewigt ist: „Donau so blau, so blau, so blau…“.

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Die riesige Burganlage überhalb der Stadt hat eine bewegte Geschichte, diente sie doch sowohl als Zuflucht für Passauer Fürstbischöfe vor Bürgeraufständen, als Hauptabwehr gegen Österreich, als auch als gefürchtete Gefängnisanlage. Macht hatte eben zu allen Zeiten ihre Tücken, denn man kann sich der Reaktion der untergebenen Bürger nie sicher sein. Aber man hat daraus gelernt. Heute ist es in vieler Hinsicht einfacher. Man kann nämlich mittlerweile mit relativ einfachen Mitteln ganze Massen von Menschen ruhig stellen und sie merken kaum, was vor sich geht. Dennoch sind auch die alten Methoden von Folter und körperlicher Zerstörung immer wieder “einen Einsatz wert”.

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Der hochwasser-führende Inn kam an diesem Tag als mächtiger Fluss daher. Er umspült den „Zauberhut“ von der anderen Seite. Und auch er bringt viele Flüsse und eine lange Geschichte entlang der deutsch-österreichischen Grenze sowie aus den schweiz-österreichischen Alpen mit.

Auf der Anhöhe am drüberen Flussufer war das Kapuzinerkloster und die Wallfahrtskirche Maria Hilf zu sehen, zu der die Menschen in früheren Jahrhunderten auf den Knien hinaufgepilgert sind.

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Gegenüber aber stand dieser grosse runde Turm aus dem 13.Jahrhundert, genannt Schaiblingsturm. Er scheint einen wichtigen Punkt an der „Hinterseite“ der Stadt zu markieren und offiziell hat man ihn sowohl als Schutz vor Angriffen und Wellen der einfahrenden Innschiffe verwendet, als auch als Speicher. Doch es scheint da noch viel mehr zu sein, denn dahinter und bis über den Dom hinauf ballt sich alles, was die unheimliche Machtfülle hier ausmacht: das “ehemalige” Jesuitenkolleg aus dem 17.Jahrhundert (jetziges Gymnasium) und die dazugehörige Michaelskirche, die bischöfliche Residenz und schliesslich der riesige Dom St.Stephan.

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Vor etwa zweitausend Jahren hatten bereits die Römer Gefallen an diesem Flüsse-Juwel gefunden. Doch die Geschichte reicht natürlich auch hier noch viel weiter zurück. Es gäbe Ausgrabungen, die auf Schifffahrt bereits um zirka 7000 bis 5000 vor unserer Zeit hinweisen würde, heisst es. Stellen wir uns das nur einmal vor. Und dann möchte man uns weismachen, dass nur die letzten paar Jahrhunderte für die Menschheit von wirklicher Bedeutung seien.

Freilich stimmt das auch, denn in den vergangenen vier Jahrhunderten hatten bestimmte Mächte begonnen, die Erde auf das Finale vorzubereiten… also sich selbst auf die Übernahme der Erde unter der einen Weltregierung und der einen Religion, was auch immer das bedeuten würde. Heute stehen wir bereits mitten drin im Ende dieses Finales und wir sind gerade dabei, uns den Sand aus den Augen zu wischen, den man uns diesbezüglich hineingestreut hat.

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Nach den nächtlichen Gewittern war es noch kühl gewesen, doch schon auf dem Schiff hatte die schwüle Hitze wieder eingesetzt und sie nahm weiter zu, als ich mich der Innenstadt annäherte. Aber vielleicht war es mehr als bloss das Wetter, denn es erfasste mich plötzlich das Gefühl, wie in einen brodelnden Hexenkessel hineingerührt zu werden.

Als ich dann durch ein paar Gassen der Innenstadt wanderte, hallte immer wieder dieser Satz nach: „Ach wie gut, dass niemand weiss…“. Touristengruppen wurden nach einem unsichtbaren Protokoll überall durchgeschleust und mit seichten Informationen versorgt. Das Ganze erinnerte tatsächlich an ein rituelles Hexentreiben, im dunklen Sinne des Wortes.

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Die Kraft dieser Flüsse ist das Fliessen und das gemeinsame Weiterfliessen. Für Danu befindet sich deshalb hier ein ganz wichtiger Punkt… Sie hatte daran jedoch die Erinnerung verloren, denn es wurde ihr etwas übergezogen – etwas, das ich gerade in seiner vollen Macht zu spüren begann und das immer mehr einem Martyrium gleichkam.

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Hinter dem Rathaus hinauf und dann Richtung Westen setzte ein Sog ein, der mich direkt zum Dom hinüber führen sollte. Es war wie ein magisches Dreieck, in das ich hinein geriet und eigentlich scheinen es mehrere Dreiecke zu sein, die sich an einem bestimmten Punkt dann gegeneinander drehen und auf diese Weise extreme (Zer-)Reibung verursachen. Es ist vermutlich kaum mehr wichtig, auf diese Dinge näher einzugehen.

Jedenfalls wurde es düster, als der Residenzplatz sich verengte in die Gasse entlang des Domes. Bischofsresidenz und Gericht lagen vor mir und das Jesuitenzentrum in einigem Abstand hinter mir. Doch es war alles ein zusammenhängendes Konstrukt. Und es geht sehr schnell, darin das Bewusst-Sein zu verlieren.

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Die Menschen strömten an diesem späten Sonntag-Vormittag zum Dom. Als ich dann um die Ecke bog, blieb mir beinahe der Atem stehen, denn da geschah etwas… und es dauerte eine ganze Weile, bis ich es erfassen konnte: Männer im schwarzen Anzug, die als Ordnungshüter vor einem kleinen offenen Tor standen und nach und nach Menschen einzeln einliessen… Versteckt hinter dem Tor die Aufschrift „Porta Sacra“. Ich begann zu verstehen. Die seitlich angebrachten Tafeln klärten den Rest. Man hatte hier also, in Anlehnung an die vom Papst Ende 2015 in Rom eröffente „heilige Pforte“ zum „Jahr der Barmherzigkeit“ eine ebensolche Pforte eröffnet… sodass die Menschen auch hier den Ablass von ihren Sünden erhalten konnten.

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Der Papst wird auf der einen Tafel zitiert: „Ich möchte, dass der Jubiläumsablass jeden als wirkliche Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes erreicht, der allen mit dem Antlitz eines Vaters entgegenkommt, der annimmt und vergibt, indem er die begangene Sünde vollkommen vergisst. Um den Ablass zu leben und zu erlangen, sind die Gläubigen aufgerufen, als Zeichen der tiefen Sehnsucht nach wahrer Umkehr einen kurzen Pilgergang zur Heiligen Pforte zurückzulegen, die in jeder Kathedrale oder vom Diözesanbischof bestimmten Kirche und in den vier päpstlichen Basiliken in Rom geöffnet wird. (…)“

Das klingt an der Oberfläche alles sehr harmlos. Bei genauerer Betrachtung aber ist die Schizophrenie kaum zu leugnen, mit der die Religion zuerst den Menschen schuldig spricht, ihn dafür überall verfolgt und bestraft (auch wenn er es so nicht mehr wahrnimmt)… und wie ihm die selbe Religion dann erzählt, dass es reicht, durch dieses Türchen zu gehen… weil dort Gott das Antlitz des Vaters zeigen würde, der sowas einfach vergisst. Aber es geht noch weiter und da kommen nun auch die Forderungen…

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„Es ist wichtig, dass dieser Moment vor allem mit dem Sakrament der Versöhnung und der Feier der heiligen Eucharistie einschliesslich einer Reflexion über die Barmherzigkeit verbunden ist. Es wird nötig sein, dass diese Feiern das Glaubensbekenntnis ebenso umfassen wie das Gebet für mich und für die Anliegen, die mir am Herzen liegen zum Wohl der Kirche und der ganzen Welt. (…)

… um am Ende noch anzufügen, dass dieser Jubiläumsablass auch für Verstorbene erlangt werden könne.

Das Ausmass dessen, was hier gesagt wird, ist wohl kaum in Worte zu fassen. Wenn man dem Ritual aber zusieht, dann weiss man, dass hier die unsichtbaren „Dreiecke“ zu drehen beginnen und wer durch ist, hat eine andere „Signatur“ in seinem Energiefeld. Der Gläubige wird davon aber kaum etwas merken…

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Die Dreiecke als „dreieinige“ Formation thronen dann auch oben am Sims der Kathedrale: das „allesehende Auge“ Gottes. Die Glocken begannen dröhnend zu läuten und der Dom war bis auf den letzten Platz gefüllt. Es herrschte ein emsiges Treiben. Fernseh-, Kamera-, Ordnungs- und Rettungsleute hatten sich eingefunden.

Mit seinem strahlend weissen Inneren wirkt dieser Bau geradezu als Gegenstück zum düsteren Inneren des Stephansdomes in Wien, dessen „Partner-Dom“ er ist. Wien unterstand auch längere Zeit dem Fürstbistum von Passau, bis sich schliesslich die Habsburger um einen eigenen Bischofssitz kümmerten – was Passau natürlich vehement bekämpfte.

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Wie ein Sturm brauste dann ein Präludium von dieser grössten und berühmtesten Orgel Europas herab und in Wellen durch das Kirchenschiff, während der Bischof und seine Messdiener den Altarraum einnahmen. Leise zog ich mich aus dem Geschehen zurück und verliess diese heiligen Hallen, von deren künstlerischen Ausgestaltung man wie benommen ist.

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Die Macht dieses Bischofssitzes zog sich einst bis nach Wien und darüber hinaus. So zeigt zum Beispiel das Kloster Niedernburg (bzw. Kloster Heiligkreuz) weiter vorne in der Stadt eine Verbindung, die bis nach Ungarn und nach Budapest reicht. Hier nämlich, in diesem heutigen Kloster der „Englischen Fräulein“ (und ehemaligen Benediktinerinnenkloster) befindet sich das Grab der seligen Gisela, welche die Schwester Kaiser Heinrichs II. und die Frau des ungarischen Königs Stephan des Heiligen war. Nach seinem Tod wurde sie Äbtissin dieses Klosters. Über ihn hatte ich einmal geschrieben, als es um die Reliquien dieses Herrschers ging, welche den Nazi in die Hände gefallen waren… und mehr noch: dessen Seele tausend Jahre später noch immer herumgeisterte.

Und natürlich ist es auch der Name der Kathedralen von Passau, Wien und Budapest, der hier verbindet. Der wiederum führt auf den “ersten Märtyrer des Christentums” zurück. Da es genau das ist, was zählt (Martyrium, Opfer, Aufopferung, Kreuzigung…), gibt es in vielen Ländern am Tag nach Weihnachten den Stephani-Tag. Man muss sich nur einmal bewusst machen, was hier läuft: Zu den Feiertagen der grossen Geburt (des Gottes) gesellt sich der Märtyrer und alle Jahre wieder kehrt dasselbe Programm: Geburt, Martyrium für den Glauben, Sünde, Busse, Tod, Auferstehung… Von letzterem aber weiss man nichts Genaueres.

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Dieses Kloster aber liegt – gemeinsam mit einigen anderen „brisanten“ Gebäuden – am „vorderen Dreieck“ des Hexenhutes, dessen Spitze dann genau in den Zusammenfluss von Donau und Inn hineinreicht. Alles ist hier auf ganz bestimmte Weise ineinander verwoben. Anders aber, als das lebendige Weben der Donaugöttin fühlt es sich eher wie verriegelt an und man spürt das Magisch-Trickreiche auf Schritt und Tritt. Es versetzt die Anwesenden in eine eigenartige Trance, über die man dann unbemerkt und in einem fort auf sie einwirken kann.

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Am Inn unten war es ruhiger. Das Wasser stand teilweise über den Ufern… und so ging der Weg nach vorne wieder durch die Stadt. In Donaueschingen haben die ursprünglichen Bäche der Breg und der Brigach am Zusammenfluss das gebildet, was man ab dort die Donau nennt. Hier bildeten ebenfalls zwei (und sogar drei) Flüsse den einen Fluss, den man auch weiterhin die Donau nennt.

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Nachdenklich standen wir beide, Danu und ich, vorne an diesem „Platz der Einheit“, der sich allerdings sehr gespalten anfühlte. Und während ich den Lapislazuli in das Wasser eintauchte, versuchte ich ihr zu helfen, sich zu erinnern… ob es da vielleicht auch jemand anderen gab… einen, der wie sie den Fluss hütete. Verloren blickte sie nach vorne, wo sich wirbelnd die Wässer vereinten. „Und Danu“, sagte ich, bevor ich den Weg zurück antrat, „vielleicht gibt es hier auch ein Kind“.

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Über die Hängebrücke fuhr ich dann aus der Stadt hinaus und noch eine Weile der deutschen Donau entlang, bis ich schliesslich an einem kleinen Örtchen die österreichische Grenze passierte. Unwetter hatten hier während der vergangenen Nacht überall grossen Schaden angerichtet. Es war Nachmittag geworden…

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Copyright: http://earthdragon.inner-resonance.net/ (Magda Wimmer)