Donau 7

Nachdenklich stand ich am Ufer der Donau in Linz – den blauen Kristall fest in meinen Händen – und blickte zur Nibelungenbrücke hinüber. Das war ein paar Tage, nachdem ich von Passau mit dem Schiff der Donau herunter gefahren und hier angekommen bin. Ich war nun zum dritten Mal im Rahmen dieser Arbeiten hier… in der Hauptstadt von Oberösterreich und der dritt-grössten Stadt Österreichs.

Ein Ausflugsschiff fährt von Linz nach Wien nur jeden Samstag, was natürlich im Sommer sehr viele Touristen an Bord bedeutet. Noch aber waren keine Ferien beziehungsweise hatten sie im österreichischen Osten gerade erst begonnen.

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Einen Tag nach der grossen Schifffahrt hatte ich das ausgeborgte Auto für die Donaureise vor einer Woche zurückgebracht. Dann wieder nach Hause zurück zu kehren, wäre aus organisatorischen Gründen wenig sinnvoll gewesen, und so bin ich gleich nach Wien weitergefahren.

An heutigen Morgen fuhr ich mit einem der ersten Züge von Wien nach Linz und es ging dabei auch darum, den Weg vorzubreiten, welchen ich später dann unweit der Bahnstrecke noch einmal donau-abwärts zurücklegen würde.

Das Schiff würde in Kürze ablegen… doch Danu, die Hüterin der grossen Donau, hielt nun die Stadt in ihren Armen – diesen grossen Kessel, der umgeben ist von schützenden Hügeln, welche man hier gern auch „Berge“ nennt – so etwa: den Froschberg, den Freinberg (inklusive Galgenberg), den Kapuzinerberg, den Kürnberg, den Lichtenberg, den Gründberg, den Ebelsberg – und schliesslich dem Pöstlingberg, welcher mit seiner Wallfahrtsbasilika das Wahrzeichen der Stadt darstellt.

Zu jedem dieser Hügel gäbe es viel zu sagen. In einigen von ihnen befinden sich Bunker aus der Kriegszeit und andere Dinge, welche zu den grossen Geheimnissen der Stadt zählen.

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Von diesem Donau-Ufer aus aber erstreckt sich eine riesige Kammer unter das Stadt-Zentrum südlich der Donau hinein, von der man immer wieder abzulenken wusste. So hat man verhindert, dass die Stadt eine wirklich grosse Bedeutung bekommt – und entsprechend dem, was sich da im Laufe vieler Jahrhunderte und Jahrtausende im Untergrund angesammelt hat, wurde sie eher berühmt-berüchtigt, denn sie trägt viele Merkmale der Folgen eines gestohlenen Schatzes: Geheimhaltung, Intrigen, Besatzung, Ausbeutung und noch vieles andere.

Drüben aber, nördlich der Donau steht der Pöstlingberg und schaut mit seiner Basilika auf die Stadt herüber … fast so, als würde er nicht dazugehören, andererseits aber auch so, als wäre er der „Herr“ der Stadt.

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Im Vergleich zu anderen Städten entlang der Donau hat Linz etwas eigenartig Betriebsames. Es wirkt wie eine Öffnung, über die man den (gestohlenen) Schatz einsaugt, um ihn dann durch eine spezielle „Behandlung“ zu „verfeinern“ und ihn schliesslich zur Veredelung der wirklichen Machtzentren weiter zu leiten (Wien, Budapest… und einige Klöster entlang des Weges). Hier aber entstand ein Vakuum…

Vor einigen Jahren hatte ich bereits eine Reinigung der Stadt gemacht, und als ich sie jetzt gerade wieder hervorholte, war ich sehr erstaunt, was darin alles nachzulesen stand. An vieles hatte ich mich in keiner Weise mehr erinnert – denn immer wieder müssen Themen und Inhalte losgelassen werden (oft auch sehr schnell), wenn neue mit aller Intensität angeschaut werden wollen. Folgendes stand da geschrieben (in Auszügen):

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Die Kräfte, die sich hier konzentrieren:

Dazu muss man in das Zentrum des Hügels bzw. des gesamten Hügel-Plateaus hineinschauen (Kapuzinerberg, Froschberg, Schlossberg, Freinberg…), und es zeigt sich leer. Seine Kräfte  sind an ein paar Punkten zusammen gezogen, die wie Akupunkturpunkte wirken, welche man anzapfen kann (…) Diese Plätze aber bilden einen geheimnisvollen Ring.

Die Hüter dieser Plätze befinden sich jedoch alle tief drinnen „im Hügel-Zentrum“… Sie wurden ausgegrenzt.

Ein Blick auf den „Ring“ zeigt, dass die Kräfte hier seit längerem schon anders verwendet werden, als es den Anschein haben mag – und es ist, als wäre es geradezu ein „magischer Ring“, der hier am grossen Wasser (Donau) liegt und vom „Berg“ drüben getrennt wirkt (vom Pöstlingberg). Der aber „blickt“ herüber und die beiden Zentren scheinen sich gegenseitig zu nähren.

Die Verwendung der Stadt in der Nazi-Zeit für bestimmte Zwecke (Industrie…) steht damit im Zusammenhang und war eine „logische“ Folge dessen, was in diesen Hügeln lange schon am Laufen war. Es war das Machtgefüge von Monarchie-Kirche-Militär, welches dafür auch verantwortlich zeichnet.

Der Ring ist fünf-gliedrig und liegt über bzw. in den Hügeln von Linz. Von innen aus wurden und werden die Dinge gesteuert…

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Die Hüter

(Es geht nun darum) … in den Berg zu den Hütern eingelassen zu werden. Das wird genehmigt. Ich gehe alleine hinein… und gelange dort an ein Tor… durch welches ich kurz danach eingelassen werde. Drinnen ist es dunkel, damit das Geheimnis des Platzes gewahrt bleibt.Dann erreiche ich einen kleinen Raum, in dem es heller ist und ich schaue dort in einen grossen Kreis von Wesen, die mich nun neugierig betrachten. Es sind grosse und kleine, und von sehr verschiedener Zusammensetzung. Oben, auf einer Art Thron, sitzt ein „Königspaar“, das zart, aber auch sehr blass aussieht. „Danke für dein Kommen!“, sagen sie mit zerbrechlicher Stimme.

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Die Geschichte

… wird noch einmal aufgerollt – über hunderte und tausende von Jahren. Sie war immer schon eine heikle, da hier viel Kraft im Erdinneren lagert und der Fluss sie noch verstärkt. Das hat lange schon Kräfte angezogen, die diese Energien für sich nutzen wollten und es auch gemacht haben. Und sie bekamen im letzten Jahrhundert die Oberhand. Es war für die Hüter wie ein Wettlauf um Leben und Tod, bis man sich schliesslich hierher zurück gezogen hat, um zumindest von diesem Punkt aus die Urkraft halten und schützen zu können – was besonders im letzten Jahrhundert eine extreme Herausforderung gewesen sei, denn man setzte zum Endziel an… und man hatte es beinahe auch erreicht. Linz war dabei ganz zentral. Das Meiste davon sei geheim gehalten worden bzw. die Spuren danach so gut wie möglich verwischt worden… Was übrig geblieben ist, sei das, was ich jetzt vorgefunden hätte und es sei seither ausserhalb ihrer „Kontrolle“.

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Der Berg

… drüben (der Pöstlingberg) sei schwer besetzt von diesen Mächten, meint dann der König, und zwar genau dort, wo die Kirche und ein anderes wichtiges Gebäude hingebaut wurden. Erstere sei der Opferplatz und zweiteres der Eingang dazu. Hier herüben aber seien die Zubringer, und niemand dürfe wissen, was sich in diesen Bereichen abspielt. Ich nicke.

Man müsse auch sehr vorsichtig sein, denn diese Mächte sind skrupellos, wenn es darum geht, dass ihre Versorgung und ihre Geheimplätze bedroht werden. Auch das ist klar. Und so beraten wir, wo zu beginnen sei und welche Schritte zu machen sind. Wichtig sei vor allem auch die Donau, denn sie ist ein Zubringer, aber auch ein Ablauf und Verteiler für solche Dinge. Sie versorgt weite Teile Europas.

Die Kriegsindustrie und ihre mächtigen Nachfolger wurden zur Tarnung darüber gesetzt und als Ablauf-Ventil benutzt. Der Name „Nibelungenbrücke“ aber weist auf ganz alte Zusammenhänge hin. Soweit noch ein paar Hinweise aus der Versammlung.

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Götterberg in Wolken

Dicke Wolken hängen über ihm (dem Pöstlingberg), als ich mich nähere. Der „Götterberg“ ist verschleieret. Seine Dominanz kommt aus einer uralten Struktur heraus, die vor ein paartausend Jahren hier zusammen geschoben wurde und die dort den Eingang in eine „ganze Welt von Kultplätzen“ bildet, wie die Alpen sie auch darstellen. Viel von Österreichs Machtgeheimnis liegt hier verborgen… (Die Verbindung zum Dachstein über den Traun-Fluss ist dabei sehr wichtig. Dieser Fluss geht auch durch die Stadt Bad Ischl, welche über lange Zeit der Sommersitz des Kaisers war, was wohl kein Zufall war. Von Linz geht auch eine starke Achse hinauf nach Prag…)

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Kaiserstadt Bad Ischl

Es geht jetzt aber um die Hügelkette südlich der Donau… und da wird es nun spannend, denn hier sitzt (heute) die eigentliche Macht. Da jedenfalls gibt es einen „Knopf“, der zu entschärfen ist… denn er kann jederzeit gedrückt werden. Und er befindet sich tief drinnen im Berg, in der Nähe jenes Ortes, an dem die Hüter sind.

Die höhere Ebene der Wasserkraft der Donau wurde versiegelt und verdreht, ihre Kraft umgeleitet. Ich begebe mich kurzfristig an ihren Ursprung, um dort einen Energiewirbel zu legen und dann noch einige kleinere dazwischen, sowie einen grossen an ihrer Mündung. Mit Unterstützung verschiedener Ebenen aktivieren wir dann die Wirbel und stellen alles auf eine Schwingung ein, die vom Fluss und seiner Umgebung momentan auch angenommen werden kann.

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Reinigung

In Linz öffnen wir dann eine Art Schleuse, die genau zwischen Pöstlingberg und dem „Berg“ angelegt worden war und nur geöffnet wurde, um Energie abzuziehen. Das bleibt nun für eine Weile so… Dann stärken wir die Feuerkraft tief drinnen in der Erde (Lava), um verbrennen zu können, was nun anfallen wird.

Da wird ein „Bergwerk“ voll mit sonderbaren Maschinen sichtbar, und einige scheinen sich von hier aus auf eine Flucht vorbereitet zu haben. Die Maschinen werden nun herunter-gefahren und daraufhin der „Strom“ abgeschaltet. Die Wesen, die sich hier zeigen, sind schattenmässig und nicht aus unserer Dimension. Sie werden jetzt von einem Team aus der höheren Dimension übernommen und vom Erdfeld abgezogen. Danach fällt ihre Maschinerie in sich zusammen…

Es wird nun ruhig, während das Zentrum dieses Berges uns leitet… in seine eigene Aktivierung. Etwas in ihm ist einst stillgelegt worden, und dort führt er uns jetzt hin. In tiefer Verbundenheit untereinander können wir es berühren und schliesslich mit vereinten Kräften (da sind nun viele Ebenen beteiligt) wieder „anwerfen“. (…)

Die Hüterwesen verkünden daraufhin, dass sie die Hüterschaft für den ganzen Bereich wieder übernehmen werden, so wie es einst gewesen war…

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* * *

„Der Held, der König ist tot!“ hallt es den Fluss entlang. Ein kleiner Zug von edlen Leuten aus einem Königshof… zieht über Passau, dessen Fürstbischof durch seine Präsenz der illustren Gesellschaft den göttlichen Segen sichert, langsam hier herunter.

Danu blickt ihnen entgegen und die Hüter des Platzes tauchen schnell hinein in den Schutz der Hügel. Nur sie ist deshalb Zeugin, nur sie weiss…

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Schon die Eltern des Helden konnten mit der unbändigen Kraft ihres Sohnes nicht umgehen… die dadurch entstanden war, dass die starre Ordnung eines höfischen Lebens oder eines oberflächlichen Alltags alles unterdrückt, was lebendig ist. Am besten würde man ihn loswerden, wenn man ihn die Wildnis schickt – dorthin, wo „die Hölle los“ ist, und das war dort, wo ein scheusslicher Drache herrschte.

Endlich konnte der Jüngling dort seine Kräfte zeigen – vor allem auch, weil er zuvor bei einem Schmied in der Lehre war und gelernt hatte, sich sein Schwert selber zu machen. Doch fürchtete auch der sich vor dem ungezogenen Kerl und so erzählte er ihm ebenfalls vom giftigen Drachen… der genau die richtige Herausforderung für ihn sein würde.

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Pflasterspektakel Linz 2o14

Freilich ist in der Sage wenig die Rede davon, dass der Held eigentlich ein Königssohn war (die hat man gefliessentlich verschwiegen)… und auch, dass zu seiner Zeit andere Gepflogenheiten ins Land gezogen waren. Die plumpen Legionen aus dem Süden hatten während der vergangenen Jahrhunderte bereits vorgemacht, was Macht nun bedeutet. Überall – vor allem aber entlang dieses grossen Flusses – haben sie ihre Bastionen und Festungen errichtet und ihre Herrschaft unterscheidet sich wenig von derjenigen, die heute vom drüberen Kontinent aus, mit ihrem Machtzentrum auf einer hiesigen Königsreich-Insel, auf die ganze Erde zugreift. Sie war einigermassen barbarisch.

Es ist diese Art von Macht, die sich nach der Eiszeit wieder formierte, sich organisierte… um langsam und stetig den ganzen Planeten einzunehmen. Damals war es nur ein Kontinent, der dann aber aus Machtgründen plötzlich versank.

In den Jahrhunderten, als hier die Heldengeschichten entstanden sind, hatte bereits eine andere Macht vom südlichen Rom aus die Regie und damit die Missionierung übernommen. Die dazugehörigen Blutlinien waren bereit, überall die Herrschaft anzutreten – mit grösster Selbstverständlichkeit… und nach dem Motto: „Wer herrscht hat immer Recht“ und vor allem hat er die Macht. Um aber die Völker darauf einzustimmen, musste man ihnen Geschichten und Mythen erzählen: ein bisschen wahr und dann doch wieder nur Märchen.

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Der vom Königshof verjagte Sohn wurde zum Helden, weil er übermenschlich stark und überaus furchtlos war – so erzählt man uns. Ob er nun zuerst ein ganzes Gewässer voller Seedrachen erledigte und in dem vom Feuer lodernden Gemisch dann badete, um unverwundbar zu werden… oder ob er sofort den grossen Drachen erlegt hat, ist eigentlich nebensächlich. Wichtig ist die Tatsache, dass ab nun jeder als Held galt, der den Mutterdrachen tötet und sich in dessen Blut badet… wer sich also von seiner eigentlichen Kraft abschneidet und sich dadurch eine Unverwundbarkeit erkauft, die ihre Tücken hat.

Damit begannen natürlich auch die Intrigen. Da sie aber ein untrennbarer Teil dieser Art von Macht sind, gelten sie als rechtmässig und notwendig. Der übermächtige Held, der den Drachen(hüter) getötet hat, legt dann auch den Zwergenkönig herein, nimmt ihm seinen Tarnmantel und schliesslich noch den Ring, durch den der Schatz sich vermehren lässt. Den aber verflucht dieser Zwergenkönig im letzten Augenblick… Eigentlich aber zog er sich mit dem Wissen zurück, dass der wahre Schatz anderswo zu finden ist.

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Eine heldenhafte Geschichte also durch und durch und ihr Rezept können wir heute überall finden: Man verniedliche den, der den wahren Schatz hat, stelle ihn öffentlich bloss (geraubter Tarnmantel), nehme von ihm, was möglich ist und mache sich zum „Herrn des Ringes“ oder der Ringe.

All das hat nur einen kleinen Haken… und den hat man bisher bestens vor den Bewohnern diese Planeten verborgen gehalten: Der wahre Schatz lässt sich nicht stehlen. Es ist also nicht alles Gold, was glänzt. Das grosse Theater und die vielen Dramen und Tragödien um den Besitz des scheinbaren Schatzes aber war und ist nur dazu da, um genau dieses „kleine Problem“ auszublenden.

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Der verwunschene Ring – also die Unmöglichkeit, mit dieser Art von Macht den Schatz in die Hände zu bekommen – tat dann auch bald seine Wirkung, denn auf irgend eine Weise wurde bekannt, dass es beim Helden eine verwundbare Stelle gibt und dass sie sich ausgerechnet am Herzen, hinten zwischen den Schulterblättern, befindet. Der Held ist durch sein Tun korrupt geworden und damit war er verwundbar und erpressbar. Jederzeit konnte ihm das sein Leben kosten… was auch geschehen ist.

Der Held starb – indirekt durch die Hand seiner Frau, der Königin, an deren Hof er geheiratet hat. Was wiederum nur möglich war durch den Betrug, mit dem er den Schatz, die Tarnkappe (die Immunität) und den Ring errungen hat.

Die weibliche Kraft wird in diesen Machtkreisen in einem fort missbraucht, hintergangen und entmündigt. Und der vermeintliche Schatz ruft umgehend Neider auf den Plan. Die verwundbare Stelle wird verraten und damit holt die Vergangenheit den Helden ein. Was er ausgesendet hat, nämlich List, Mord und Diebstahl, kehrt zu ihm zurück. Der Schatz aber, das Erbe des Vaters, richtet zunehmend mehr Unglück an.

Wer ein Herz hat, hat auch den Schatz – er mag körperlich zwar verwundbar sein, doch hat er die Macht über sich und ist lebendig. Das aber ist genau das, was den Helden und den seit damals über diesem Planeten thronenden Göttern fehlt… Sie können deshalb gar nicht anders, als bei jeder Gelegenheit den Schatz zu stehlen versuchen.

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Das verwundete Weibliche schlägt zurück, wenn es keine Möglichkeit mehr spürt, seine Natur leben zu können. Heldenhafte Königshöfe aber geben dafür keinen Raum. Hochzeiten waren immer schon ein mächtiges Werkzeug, um die Blutlinien zu vernetzen und das Blut, das blaue kalte, rein zu halten… sowie klammheimlich das Reich zu vergrössern, bis es weltumspannend ist. Betrug ist dabei Mittel zum Zweck und der Zweck ist das Mehr an Macht, an Besitz, an Ansehen, Ehre und sonstigem, bis eben die ganze Welt eingenommen ist.

Die Königin wandte sich ab vom Hof, als der Mörder ihres Mannes den Schatz dann auch noch im Fluss versenkt hat. Das ist jener Fluss, in dem ein Teil des Donauwassers Richtung Norden zum Meer fliesst… Die Königin begab sich auf den Weg nach Osten in ein anderes Reich, um dort durch Heirat einen Neubeginn zu machen – und Rache zu üben.

Und so kommen sie nun – den Fluss herunter…

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Danu winkte mich heran und gemeinsam blickten wir den Ankömmlingen entgegen. Rache steht der königlichen Frau ins Gesicht geschrieben, denn Macht hat ihre unentkömmlichen Verpflichtungen. “Adel verpflichtet”, sagt man hier dazu.

„Der getötete Drache und der gestohlene Hort…“ flüstert sie leise, „das ist die Kraft der Frauen“. Und wir stimmten überein, dass das der Beginn ihrer Tragödie war. Dort aber, wo die Frauenkraft zerstört ist, gibt es kein Leben mehr. Wir sahen die blinde Wut und den tiefen Schmerz dahinter und wir spürten, dass das nur noch mehr Tod und Vernichtung bringen würde…

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Aber wir standen hier direkt an jenem Kessel des Lebens, der er für tausende von Jahren war. Er ist die Schatzkammer, das Gralsgefäss… von denen es einige gibt. Keiner aber scheint so machtvoll zu sein wie dieser hier. Natürlich hatte man auch ihn missbraucht und geschändet. Und seit dem letzten Krieg im vergangenen Jahrhundert wähnte man sich vollkommen in seinem Besitz.

Gerade vor ein paar Wochen hatte ich hier eine Reinigung zu machen, weil die alten Geschichten von Helden und rituellen Königsmorden nun beendet werden müssen, damit das Tor zum wahren Schatz sich wieder öffnen kann:

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Es war der heurige Frühlingsvollmond… und der Mond verfinsterte sich gerade, als ich an der Chephren-Pyramide sass und unter die Sphinx hineinging, um die Sternensaat wieder zu öffnen – mit dem Schlüssel, der in Rom versteckt war.

Davor und danach hatte ich die Licht-Show gesehen… und immer wieder war dort zu hören: „Der König ist tot“. Damit aber übernahmen die Götter die Macht statt des Sohnes, der nur das Grabmal für seinen Vater erbauen durfte – so erzählt man es uns zumindest.

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Fotos – ©Pr.A.G.

Genau sieben Wochen später führte ein Ereignis dazu, in die Abgründe der Macht hier in Linz hineinzuschauen, welche verhindert, dass wir uns mit unserer „Saat des Lebens“, der „Sternensaat“ – in anderen Worten: mit dem Schatz – wieder verbinden können. Und drei Lapislazuli-Kristalle waren in den Wochen davor zu ganz bestimmten Zeiten an ganz bestimmte Plätze zu bringen. Sie erwiesen sich dann als die Grundlage dafür, dass die Arbeiten an dieser „Kammer“, die sich eigentlich wie eine grosse Halle präsentierte, aufgenommen werden konnten.

Es war die Sphinx, die dann über dem verlies-artigen Zugang sass… denn es ging da um die Befreiung des „grünen Strahls“, des Lebensstrahls. Der König lag hier begraben und ein tiefer Stachel war durch sein Herz gebohrt.

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Der grüne Strahl schützte… bei einer der anstrengendsten und herausforderndsten Arbeiten, die ich je gemacht habe – gemeinsam mit einigen starken Kräften freilich.  Als wir den Stachel herauszogen hatten, war es, als ginge ein Erdbeben durch die Kammer. Der König konnte befreit werden, wenngleich seine Heilung damit erst begonnen hat.

Der Stachel aber, von fahl-grüner Farbe, donnerte zu Boden und lag dann da wie ein Obelisk oder auch wie „der Phallus des Osiris“. Dazu hatte man ihn also verwendet – als Stachel zum Durchbohren des Königsherzens.

Schwarz-weiss karierter Marmorboden, Säulen, verschiedene Symbole und ein Altar markierten diesen Ritual-Tempel für den „Königsmord“. Es waren die eindeutigen Insignien einer Macht, die wir bereits hinlänglich kennen. Und das Tor, das in diese Halle hereinführt, zeigte sich dann als dasselbe Tor wie jenes, das zwischen den Pfoten der Sphinx liegt.

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Wie eine Geschoss lag der Stachel vor uns… Mit dem Mord am König war seine Schöpferkraft  zerstört und sein Phallus wird seither als Waffe verwendet. Das ist der Hintergrund für all den (sexuellen) Missbrauch durch die patriarchale Macht-Elite…

Im „grünen Strahl“ des Lebens war dieser Stachel dann aufzulösen. Die Verursacher hielten sich im Hintergrund, aber es war die nackte Angst davor spürbar, dass ihr Spiel nun aufgedeckt und schlimmer noch, dass ihm von innen her die Energie entzogen werden würde – eine Energie, die von Anfang an gestohlen war. Das ist, als würde ihnen die Nahrungsquelle abgeschnitten werden.

Die Entscheidung, dieses Spiel zu beenden, werden sie selber treffen müssen. Sie verliessen jedoch den Platz, da sie den „grünen Strahl“ des Lebens nicht ertragen konnten. Und wir sind gerade dabei, ihnen den Weg hinaus zu weisen…

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Vieles hat sich inzwischen bereinigt und die alten Strukturen können nun immer mehr abgebaut werden oder sie zerfallen von selber… Das Tor aber war jetzt offen und so luden Danu und ich die adelige Gesellschaft ein in den grossen Kessel mit dem grünen Lichtstrahl, alle die Siegfrieds, die Krimhilds und Brunhilds, die Hagen und Etzel … und wie sie noch heissen mögen.

Und wir schauten uns die Geschichte gemeinsam noch einmal an: Der zerstückelte König und sein Phallus, der zum Stachel geworden war und zum Schwert, mit dem andere bekämpft wurden – das alles, weil der innere Schatz verloren war und durch keinen Diebstahl wettgemacht werden konnte. Die Verzweiflung darüber aber führte in den grössten Raubzug, den die Erde kennt. Er aber kann jetzt beendet werden.

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So standen sie alle im „grünen Strahl“ des Lebens für eine Weile und ihre Gesichter hellten sich auf. Der Kummer löste sich aus ihrem Herzen, genauso wie die endlose Kette an Verletzungen. Die Wunden begannen zu heilen…

Als sie bereit waren, nahmen wir sie mit zum Schiff, das sie nun nach Osten bringen würde zu ihrem Ziel. Nachdenklich schaute ich noch einmal zum „Berg“ hinüber, bevor ich das Schiff für die zwölfstündige Fahrt nach Wien betrat…

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Es ist sicherlich kein Zufall, dass es seit mehr als hundert Jahren dort am Pöstlingberg eine Zwergen- oder Grottenbahn gibt… wo ein Drache vor allem die Kinder durch die Märchenwelt der Zwerge führt. Das alles befindet sich im dicken Gemäuer einer grossen Befestigungsanlage, in einem mächtigen, bunkerartigen Rundturm.

http://www.oberoesterreich.at/oesterreich/poi/400750/grottenbahn.html

So manche Kinderseele wird dort aufatmen und sich erinnern, dass da etwas Geheimnisvolles auf sie wartet… wenn man ihr wenig später auch sagen wird, dass es das alles nicht gibt. Der Drache und der Schatz sind da – wenn auch die Furcht vor ersterem immer wieder überwunden werden will.

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Fotos – ©Pr.A.G.

Die Nibelungen, das „kleine Volk“, das man in die Fluten der Vergangenheit versenkt hat… kehrt so und auf vielen anderen Wegen in das Bewusstsein der Menschen zurück und langsam dämmert es ihnen, dass es auch mit ihnen zu tun hat.

Der Nibelung war lange Zeit zur Nebelung, zur Vernebelung geworden und der Schatz ist darin verschwunden, wie das Geheimnis um den Gral in den Nebeln von Avalon. Jetzt aber sind wir an dem Punkt angekommen, an dem Merlin zurückkehrt, der alte „Zauberer“ (in uns), um mit seinem grünen Lebensstrahl zu vereinen, was getrennt ist und zurückzubringen, was lange als gestohlen galt: den Schatz, den Gral… Und wir werden ihn in uns selber finden. Ist der da einmal zu Hause, wird er überall sein.

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Copyright: http://earthdragon.inner-resonance.net/ (Magda Wimmer)