Donau 8

Langsam glitt das Schiff „Anton Bruckner“ an der Stadt und am Industrie- und Container-Hafen vorbei und unsere Gäste aus der Vergangenheit waren nicht wenig erstaut über das illustre Geschehen an Bord. Als wir uns dann von Linz entfernt hatten, fiel mir auf, dass Danu, die Donau-Hüterin, das Weben des blauen Schutz- und Kraft-Bandes wieder aufgenommen hatte… was nun über längere Zeit ausgeblieben war. Ich war erleichtert.

Das obere Deck war gefüllt mit Ausflüglern und Radfahrern. An den unteren Decks befanden sich zumeist ältere Urlauber, die das Unterhaltungsprogramm für den ganzen Tag gebucht hatten. Das waren jene Gäste, die man oben kaum sah.

P1150756 P1150766 P1150787 P1070417

Und dann war da noch eine Gruppe von ungefähr zwanzig jungen Männern, die in Linz bereits ziemlich betrunken an Bord gegangen waren. Bald schon spielten sie die Allein-Unterhalter am oberen Deck… und in kurzen Abständen wurde immer wieder eine neue Bierkiste herangeschafft.

Die meisten Leute fanden es lustig und von so manchen Gästen aus der Schweiz konnte man hören, wie sie uns einschätzen, indem sie von dieser Gruppe den Schluss zogen: „Die Öster’reicher’r sind schon ziemlich tr’rollig“ – untermalt von ihrem rollenden „R“… und wir könnten darüber rätseln, was sie wohl damit gemeint hätten. Das Internet aber gibt dazu ein paar weiterführende Informationen:

P1080141 OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ein Troll, auch Trold, Tröll (nordgermanisch „Unhold“, „Riese“, „Naturwesen“), war ursprünglich ein Oberbegriff für alle plumpen, unheimlichen übernatürlichen Wesen, häufig ein schadenbringender Riese der nordischen Mythologie, ähnlich den Thursen und Jöten. Besonders in Schweden und Dänemark vermischte sich diese Vorstellung in den Märchen mit denen von Zwergen und anderen Berggeistern, teilweise auch mit der von menschenfreundlichen Feen und Elfen. So wurde „Troll“ zu einem allgemeinen Ausdruck für jede Art von mehr oder weniger menschengestaltigen Fabelwesen, ähnlich wie die Fairies der anglo-keltischen Tradition.[1]/ https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Mythologie)

Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, welche Kommunikation im Internet fortwährend und auf destruktive Weise dadurch behindert, dass sie Beiträge verfasst, die sich auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken und keinen sachbezogenen und konstruktiven Beitrag zur Diskussion enthalten. Dies erfolgt mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen. In darauf bezogenen Bildern wird oft der aus der Mythologie bekannte Troll dargestellt. Ein im Englischen gelegentlich gebrauchtes Synonym ist twit (engl.: Dummkopf). Die zugehörige Tätigkeit wird „trollen“ genannt.[1] / https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)

P1070426 P1150778

Traun-Mündung in die Donau

Traurig sahen sie jedenfalls aus, diese Helden, als sie dann in Grein von Bord torkelten. Ihr Gegröle, begleitet von Musik aus einer mitgebrachten Sound-Maschine, hatte immerhin drei Stunden lang angedauert. Früher musste Heldentum durch einen Sieg über den gefährlichen Drachen bewiesen werden. Heute braucht man diesen Drachen nur mehr „ersäufen“ und sich dann vielleicht noch mit einem gestohlenen Schatz (ein PS-starkes Auto, das in keiner Weise der eigenen Potenz entspricht) davonmachen, um so den eigenen Mut beweisen.

P1070537

Das ist wie mit dem Säufer im „Kleinen Prinzen“, der trinkt, um zu vergessen… dass der Schatz seit langem schon abhanden gekommen war. Wer jedoch gehört zu den Hauptherstellern all dieser vergorenen Säfte, die völlig legal in Unmengen unters Volk gebracht werden? Es sind vor allem die Klöster und man fragt sich, wie das eine mit dem anderen zusammenhängen kann.

Danach wurde es ruhiger und das Schiff nahm uns sanft in die Landschaft hinein. Früher, so vermutet man, hätte man diese langen Strecken nur auf dem Pferd zurücklegen können. Doch es gab auch damals schon gute Möglichkeiten, die Flüsse für den Transport zu benutzen. Freilich war es viel schwieriger und auch viel gefährlicher. Das Leben wird eben kompliziert und voll von Mühen und Leiden, wenn der Schatz verloren gegangen ist. Auf Königs- und Herrscher-Ebene hat man es zwar immer wieder geschafft, diese Mühen dem Volke aufzuladen und sich selber zu entziehen. Doch konnte man damit nie wirklich glücklich werden.

P1070439 P1070499

Schleusen gleichen heute viele der Gefahren aus, wenngleich es auch andere Möglichkeiten gäbe, die Kraft des Wassers zum Vorwärtskommen sicher zu nutzen. Da die meisten von ihnen gleichzeitig auch Kraftwerke sind, haben sie natürlich auch eine weitere wichtige Funktion… die allerdings nur dann notwendig ist, wenn man die wahren und unendlichen Energiequellen des Planeten vor den Menschen versteckt hält.

Deshalb betrachteten wir sie einfach auch als das, was sie waren: Als Ausdruck einer Zivilisation, die vom Diebstahl des Schatzes und in der Folge von der Täuschung gelebt hat. Gemeinsam mit Danu, der Donau-Göttin, begannen die Gäste aus den fernen Zeiten nun das blaue Band der Heilung um alles herum zu legen… und es ist damit auch schon Geschichte geworden.

P1070435 P1070441

Schleuse und Kraftwerk (KW) Asten-Abwinden

Mauthausen war eine wichtige Station, an der wir auch anlegten, denn hier gab es im 2.Weltkrieg ein grosses Konzentrationslager. Noch einmal war eine Bereinigung notwendig – diesmal aber bereits auf einer sehr hohen Ebene. Die königliche Gesellschaft wirkte sehr betroffen von den Folgen eines getöteten Drachen, eines Schatzdiebstahls und sonstigem, die sich auch Jahrhunderte später noch zeigen. Der Lapislazuli war nun zugegen, die Kraft des Einhorns… und Danu tröstete und heilte. Man war jetzt bereit zu lernen und die alte Wut in eine neue Kraft zu verwandeln.

P1070451 P1150789

Ansonsten liessen wir uns tragen – vom Schiff… und von den Geschichten, die überall hörbar und spürbar wurden. Jede Schleuse bedeutet eine lange Stehzeit in der prallen Sonne. Doch dieses Mal war ich besser darauf vorbereitet. Hin und wieder war dann einfach auch ein kurzes Abtauchen in den klimatisierten Schiffsbauch eine Wohltat.

Viele Leute an Bord waren mittags bereits betrunken und dann gab es auch solche, die sich am Deck ganz vorne hinsetzten und stundenlang rauchten – was wegen des Fahrtwindes bedeutete, dass hinter ihnen alle mitzurauchen hatten. „Tief sind sie gesunken“ hätten unsere adeligen Gäste früher über ein solches Volk gesagt. Doch heute ging es um die Heilung und deshalb war es einfach, was es war.

P1070513 P1070520P1150803 P1150804

Schleuse und KW Wallsee mit Schloss Wallsee

Mit Grein waren wir im Strudengau angekommen und an der Grenze zwischen Ober- und Niederösterreich. Früher war dieser Abschnitt berüchtigt wegen seiner gefährlichen Wasserstrudel und Stromschnellen, die aber dann durch die Stauung ausgeglichen werden konnten. Es war genau Mittag, als wir dort anlegten… Damit begann der schönste Streckenabschnitt der Donau hier in Österreich… und unsere Gäste aus dem Königshaus der Burgunder hatten daran noch eine lebhafte Erinnerung.

P1070620 P1070588 P1070609 P1070623

untere Bilder: Grein mit Schloss Greinburg

Hier waren sie einst entlang gekommen und vom freundlichen Volk mit Wohlwollen aufgenommen und verköstigt worden. Doch die Stimmung war angespannt, denn es ging weniger um eine Hochzeit, als um die Wiederherstellung der königlichen Ehre. Das aber musste verborgen bleiben. Niemand durfte den Plan durchschauen, weder der Onkel der Königin – der Bischof aus Passau – noch ihr zukünftiger Gemahl…

P1150816 P1150814P1070574 P1070653

Der nämlich war mit seinem Tross bereits unterwegs von Ungarn her, um ihnen entgegen zu kommen. Ob er wohl ahnte, welch schweres Schicksal ihn und sein Volk damit erwartete? Freilich war er selbst nicht frei von Blendung… und so kam, was kommen musste.

Auch dorthin begann man das blaue Band nun zu weben, um Heilung zu bringen, statt Krieg und Rache. „Welch’ grosse Leichtigkeit doch ein befreites Herz bringt“, flüsterte die Königin mit einem Seufzer der Erleichterung.

P1070725 P1070632P1070669 P1070686

Das Gebiet zwischen Ybbs und Melk wird “Nibelungen-Gau” genannt und die königlichen Gäste schienen sich „wie zu Hause“ zu fühlen, denn hier war man damals in allen Ehren empfangen worden. Alte Erinnerung kamen hoch und Bilder von königlicher Herrschaft, die dem, was sie jetzt sahen, auf eine bestimmte Weise ähnlich waren: die schweren steinernen Burgen oben auf den sanften Hügeln, die herabschauten… immer auf der Suche nach dem Schatz und nach Möglichkeiten, ihn zu rauben. Viele von diesen Burgen sind auch als Raubritterburgen bekannt…

P1070691 P1070719

  Schleuse und KW Ybbs-Persenbeug / Habsburgerschloss Persenbeug

 P1070745 Ybbs

Ybbs

Zwischen den Burgen aber haben sich mittlerweile auch andere Befestigungen eingefügt, denn mit der zumeist kriegerisch in Europa verbreiteten „neuen Religion“ mussten Macht und Glaube neu organisiert werden. Staunend betrachteten unsere adeligen Gäste die oft „gehörnten“ Anlagen… und man erinnerte sich daran, wie schwierig es damals war, im Auftrag der neuen Machthaber aus dem Süden, den Völkern das alte Heidentum auszutreiben und sie dazu zu zwingen, dass sie ab nun (bei Strafe) dem zu glauben hätten, was ihnen von oben vorgegeben wurde. Langsam, aber sicher, hatte man sie dann dem alten Schatz entfremdet… und sie der Geschichte des gestohlenen Schatzes verpflichtet. Mit allen Folgen.

P1070737 P1070757

Die Königin dieser alten Zeiten dachte nun an ihren neuen Hunnen-Gemahl und wie er eigentlich in einer sehr natürlichen Kraft sein Volk regiert und ihm den Zugang zur Schatzwelt offen gehalten hat. Und er wusste diese Welt auch zu verteidigen.

Oben auf einem Hügel tauchte nun die Kirche von Maria Taferl vor uns auf. Ein berühmter Wallfahrtsort befindet sich heute dort, wo früher die hohe Kraft des Mutter-Kessels in die Umgebung ausgestrahlt hat. Und tatsächlich wirken die beiden Türme (ähnlich der Pöstlingbergkirche) wie ein Gehörnter. Im alten Ägyten trug Nut, die Göttin des Himmelsgewölbes, Kuhhörner. Es war damals „Stier-Zeit“ und alles in unserem Sonnensystem war über mehr als 2000 Jahre von dieser bulligen Kraft geprägt …

Doch es zeigt sich auch hier die Geschichte des Diebstahls und des Missbrauchs. Denn das, was man uns bis heute als Sternbilder präsentiert, ist bereits das Ergebnis jenes männlichen Imperiums, welches sich den Planeten Erde untertan gemacht und den weiblichen Drachen dabei getötet hat. Freilich sind dann die Sternzeichen alle männlich ausgerichtet, selbst wenn sie Jungfrau oder Waage heissen, denn sie haben einfach nur dem Zweck dieser Macht zu dienen.

P1070780 P1070754

Ginge es um eine gesunde Polarität, welche das Leben im Universum am Laufen hält, dann müsste nach dem männlichen Widder ein weibliches Zeichen kommen, nämlich die Kuh. Stattdessen wurde der Planet Venus, welcher der Inbegriff für weibliche Liebe und Schönheit ist, dem Stier zugeteilt. Heute hat man überall  die Hörner der Kühe amputiert, weil sie zu gefährlich seien. Und das stimmt auch, denn sie können einer Macht, die sich von Diebstahl und Lügen nährt, immer wieder auch sehr gefährlich werden.

Bisher wurde generell über unsere Stirn immer wieder das „allsehende Auge“ eines übermächtigen und rächenden Gottes gelegt, der zwar den „Schatz“ an sich gerissen hat, doch eigentlich leer und kraftlos ist. Zwischen ihren Hörner aber, im Sternzeichen „Kuh/Stier“, sitzt eine Kraft – und die wird in nächster Zeit noch sehr wichtig werden… denn es geht dabei um den Blick in die Schatzkammer, womit sie auch zum Tor und zum Durchgang wird. In der Nazi-Zeit wurde versucht, sich genau diese Kraft im Sternzeichen Stier mittels geheimer militärischer Programme einzuverleiben.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA 

Das war zu einem guten Teil auch möglich, weil man inzwischen das Zwillingsthema (die Zwillingszeit war 2000 Jahre vor der Stierzeit) so manipuliert hat, dass die Zerstörung endgültig gemacht werden konnte: und zwar durch die atomare Kernspaltung. Zwei gleiche Zwillingstürme (Obelisken, Handymasten, und sonstige) sind deshalb der Ausdruck davon, dass die Polarität, die alleine das Lebensfeuer zu entfachen vermag, mit einem Handstreich aufgehoben wurde. Übrig bleibt dann eine rein männliche Macht, ein rein männlicher Gott, ein rein männliches Herrschaftssystem… die Krieg führen müssen, aus Wut darüber, dass sich der wahre Schatz nicht stehlen lässt. Der nämlich hat sich in den mütterlichen Kessel der Erde zurückgezogen und wartet dort auf seine Wiederkehr.

P1070885 P1070879

Die in der Nähe von Maria Taferl liegende Stadt Pöchlarn, früher Bechelaren genannt, ist stolz darauf, einst die zukünftige Königin hier in Ehren und Würden empfangen zu haben. Ein wenig verschämt schaut sie hinüber zu den Ufern und dankt den Völkern noch einmal für das Vertrauen, das sie ihr entgegen gebracht hatten… während sie jedoch finstere Pläne mit sich führte. Fassungslos sieht sie, wie das Volk auch heute noch überall der Geschichte vom gestohlenen Schatz dient… und sie möchte ihm zurufen, dass es sich befreien möge. Noch aber muss sie selber heilen, was in ihrem Inneren zerbrochen ist.

Danu, die weise Fliessende, deutete ihr an, dass sie es jetzt in der Hand habe, diese Geschichte zu beenden. Und wir spürten, wie sie daraufhin zu träumen begann von einer Welt, in deren Mitte der Schatz liegt.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Dann kam wieder eine grosse Schleuse, die – wie alle anderen auch – wie ein Gebiss im Organismus des Flusses liegt. Was dahinter aufragte aber war mehr als symbolisch für das, was diese Gebisse einsetzt und in Betrieb hält.

Wie ein riesiger Kaiserpalast thront das Benediktinerstift Melk über dem Fluss, aber auch wie ein gestrenges Auge, das alles durchschaut. Es hat, wie kein anderes Zentrum sonst, die Geschichte und die Geschicke Österreichs bis heute geprägt. Hier fliesst in einem beträchtlichen Masse das zusammen, was weiter oben und rundherum im Lande hervorgebracht wird. Da wird es geerntet und gebündelt.

P1070805 P1150842 P1070825 P1070844

Schleuse und KW Melk

Die Königin zuckte zusammen, denn hier war man einst gelandet… und hier begannen die letzten Vorbereitungen, in magischen und (un)heimlichen Ritualen. Der Verrat an der eigenen Herkunft wurde besiegelt und damit die Übergabe der Macht, die aus dem gestohlenen Schatz kam… an dieses Reich hier, das den direkten Pakt mit der neuen Religion aus dem Süden eingegangen war.

Freilich hätte sie jetzt gerne einen Blick in diese „heiligen Hallen“ geworfen, doch sie wusste, dass sie nur ein Abbild dessen sind, was damals im inneren des Hügels bereits angelegt war.

Noch einmal betrachtete sie, was dort verherrlicht wird, um es dann zu Ende zu führen: Es ist die Geschichte des Diebstahls des Schatzes und der menschlichen Herzen. Mit Prunk und wirren Kriegsszenen, mit göttlichen Kaiserthronen und herrschaftlichen Machtsymbolen sollte davon abgelenkt werden. Und während sie damals Rache schwörte, hat man die Menschen darauf eingeschworen, sich dem ganzen zu unterwerfen.

In Melk beginnt die Wachau – mit ihren malerischen Weinbergen, die oft an ein mystisches Reich vergangener Zeiten erinnern. Dunkle Wolken zogen jetzt auf…

P1150854 P1070813

Die Ruine Aggstein zeugt vom schnellen Verfall der Macht, wenn sie schlecht gehandhabt wird. Viele Geschichten von einem Raubritter und seinen zahlreichen Überfällen auf vorbeifahrende Schiffe ranken sich um diese ehemalige Burg. Der Wald rundherum galt lange Zeit als Schreckenswald…

Der Diebstahl des Schatzes löst eben immer wieder eine Kette weiterer Diebstähle aus und weitere Wutanfälle darüber, dass das gestohlene Gut wieder nicht der Schatz ist, den man sich erwartet hat.

P1150889

Ruine Aggstein

P1070888 P1150867

Schloss Schönbühel

Der Ort Spitz ist stolz darauf, das einzige Unesco-Kulturerbe an der Donau zu sein. Zugleich ist es der Inbegriff von Weinhauerkultur in der Wachau. Über dem Ort thront die Burgruine Hinterhaus, einst Wehranlage am Jauerling, dem höchsten Berg entlang der Donau mit fast tausend Metern Höhe.

P1070957 P1150901

Spitz mit Schiffsanlegestelle

P1150899 P1150914

Burgruine Hinterhaus

Der Ort St.Michael, den wir als nächsten sahen, zeigt eine Besonderheit… denn hinter der Hauptkirche, steht eine kleinere und hinter dieser wiederum ein monumentaler Rundturm, welchen ich den “Drachenturm” nenne. Das ganze war einst eine Wehranlage, denn es mussten ständig Angreifer abgewehrt werden. Das ist notwendig, wenn man etwas zu verteidigen hat – meist etwas, das man zu Unrecht besitzt.

Wie überall sonst im Lande, so wurde auch hier ein alter keltischer (und daher heidnischer) Kultplatz überbaut. Diese Plätze waren geprägt von einer tiefen Verbundenheit der Menschen mit der Natur und der Erde. Sie waren Ausdruck der Drachenkraft, welche den Schatz im Inneren hüteten.

P1070966 P1070970

Als die neue Macht kam, musste man solcherlei gottlose Auswüchse natürlich unterbinden. Und so baute man mächtige, schwere Steinmonumente darüber und brachte sie mit jenen in Verbindung, die man zuvor schon als Drachentöter eingeführt hat: Es waren vor allem der Erzengel Michael oder später auch der heilige Georg.

Die Königin aus den Zeiten des heldenhaften Drachentöters war nun schweigsam geworden. Sie selbst war bereits aufgewachsen mit dem Wissen, dass die Hüter des alten Schatzes im Lichte des neuen Glaubens nur mehr als Gottlose betrachtet werden können. Und sie war bereit, den Kampf gegen sie aufzunehmen. Dass die Geschichte ihres ermordeten Mannes aber einst als Blaupause für diesen Krieg dienen würde, konnte sie in keiner Weise ahnen. Hier auf der Donau fuhr sie ihrem zukünftigen Manne entgegen, der trotz Taufe noch einen sehr heidnischen Umgang pflegte… was ihr jedoch freilich weniger Sorgen machte, als die Erfüllung der Rache, die sie sich geschworen hatte.

P1070983 P1070938P1070998 P1070946

Die grünen, sanften Hügel der Wachauer Weinberge

P1150920 P1160007

Burgruine Dürnstein

Auch in Dürnstein, ebenfalls bekannt für seine Weine, gibt es eine Ruine. Und sie ist berühmt dafür, dass man dort den englischen König Richard Löwenherz auf seiner Rückkehr vom dritten Kreuzzug gefangen genommen und über längere Zeit festgehalten hat.

P1080009 P1080025P1080034 P1080030

Wir waren nun im Zentrum der Wachau angekommen und die blau-weisse Kirche mit dem vielen Gold erstaunte unsere edlen Gäste, die sich kaum sattsehen konnten am Prunk dieser schlossähnlichen Stiftsanlage, welche heute als Wahrzeichen der Wachau gilt.

P1150964 P1150968  P1150961 P1150959 P1150970

Kurz vor der grossen Stadt Krems kam dann das, was sich schon eine Weile angekündigt hatte: die dunklen Wolken entluden sich in ein heftiges Gewitter und wir mussten von Deck gehen.

P1080047 P1080057P1080087 P1080132

Bemerkenswert ist, dass man vor einigen Jahren hier ein Kindergrab fand, das ungefähr 27.000 Jahre alt ist. Es war bedeckt vom Schulterblatt eines Mammuts. Eine noch um ein paartausend Jahre ältere Frauenfigur, genannt die „Venus vom Galgenberg“, wurde ebenfalls hier in der Nähe entdeckt. Damit blickten wir nun hinein in die uralte Kraft der Erde und sie liess den Drachenmord und den Schatzdiebstahl plötzlich blass aussehen.

Der reinigende Regen brachte Kühlung und der königlichen Frau auch neue Klarheit. Sie wollte jetzt mehr wissen über das, was durch ihren Rachezug und alles was damit zusammenhing, bekämpft oder in die Bedeutungslosigkeit versenkt worden war, was man jahrhundertelang unterdrückt hat und wie man auf diese Weise die Natur des Menschen und der Erde gequält hat….

  P1080093 P1080108

In diesem Augenblick war am gegenüber liegenden Donauufer ein anderer Platz ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit gerückt. Da nämlich zeigte sich hinter den Regenschleiern das erhabene Benediktiner-Stift Göttweig.

P1080111 P1080055

Einen Tag, nachdem ich heuer im Mai den rohen Lapislazuli (wieder) gefunden hatte, war ich auf diesem Hügel – ohne es beabsichtigt zu haben. Eigentlich war es ein Ausflug mit einer Freundin und um zu feiern…

P1120769 P1120799

Göttweig aber „lag auf dem Weg“ und so besichtigten wir, was zwei Jahre zuvor bereits auftauchte, als ich von dort einen „Schlüssel zu holen” hatte, um die Arbeiten in Rom dann machen zu können (mehr dazu auf meiner alten Webseite: http://mayaresonance.com/). Rein „zufällig“ auch hatte ich den Lapis mit dabei.

P1120802 P1120806

Der Obelisk im Innenhof des Klosters zeigte uns, was ich auch damals schon “gesehen” hatte, nämlich dass hier war ein ungeheures Macht-Zentrum lag. Und als wir dann in die Krypta nach unten gingen, begann der Stein in der Hand heiss zu werden. Schnell machte ich noch ein paar Fotos vom Grabmal des berühmten Passauer Bischofs Altmann, das sich da in der Krypta befand, und von einem geheimnisvollen Schrein gleich nebenan…

P1120889 P1120879

Es war eine Erfahrung „der anderen Art“ und waren dann froh, wieder draussen zu sein.

Göttweig klingt irgendwie nach Weigerung, das wirklich Göttliche zu akzeptieren. Dieser Hügel war bereits für die Völker vieler Jahrtausende von überaus grosser Bedeutung. Er liegt da wie eine Mutterbrust, aus der die Milch des Lebens hervorfliesst… bis man sie durch dieses Bauwerk dann verschlossen hat.

P1120826 P1120797

Am Tag darauf begannen für mich die Arbeiten dazu. Dort nämlich befindet sich eine der grossen Öffnungen im österreichischen Raum… und irgend etwas schien sie noch immer zu blockieren. Es ging auch dort nun an die tiefsten Schichten. Der Hügel wirkte nach der vorherigen Reinigung im Inneren bereits sehr klar und es zeigte sich dann, dass er ein Orientierungspunkt war, mit dem die Völker, die daran vorbeikamen, zutiefst verbunden waren. Und er war auch ein „Tor zum Osten“… ein Durchgang in die anderen Dimensionen.

Der „grüne Strahl“ des Lebens durchströmte dann für eine Weile den Hügel und schliesslich war es möglich, ihn mit der Kraft des Feuers von dieser Festung zu befreien. Innen drin zeigten sich daraufhin die zarten Umrisse eines Einhorns… welches nun die Kraft von Mutter und Kind zurückbrachte.

P1080235 P1080189

Und so wie damals, hielt ich auch jetzt diesen blauen Stein in der Hand – den rohen Lapislazuli, Symbol für die königliche Kraft, veredelt durch die hohe Schwingung der Einhornkraft. So standen wir am Schiff und feierten ihre Rückkehr, und Danu stand strahlend vor uns. Die Königin war davon zutiefst berührt.

P1080220 P1080244

Lange danach war dieses Stift immer noch sichtbar. Wir hatten inzwischen das Hügelland der Wachau verlassen und sahen uns nun immer mehr der industriellen Nutzung des kostbaren Flusses gegenüber. Die Königin aber wurde nun von einer ganz eigenen Unruhe erfasst…

P1080257 P1160262

Schloss Grafenegg in der Ferne

Da kam Zwentendorf, für Österreich der Inbegriff der Macht des Volkes. Dort nämlich steht das einzige jemals in diesem Land erbaute Atomkraftwerk… das dann jedoch niemals in Betrieb gegangen ist. Man hatte nämlich nach zunehmendem Widerstand im Jahr 1978 leichtsinnigerweise das Volk darüber abstimmen lassen, ob es damit einverstanden wäre. Und es gab ein knappes Nein… Danach hat man zwar noch jahrelang auf eine Inbetriebnahme gehofft – doch mit dem grossen Reaktorunfall in Tschernobyl war auch das Vergangenheit geworden.

Es ist die Geschichte von einem Volke, das auszog, um seinen Mächtigen das Fürchten zu lehren. Die Mächtigen haben freilich daraus gelernt, denn heute lassen sie sich einfach wählen und fragen dann nicht mehr, ob jemand einverstanden ist mit dem, was sie da am laufenden Band an Unglaublichkeiten hervorbringen.

 P1160054 P1160080

Damals hatte man auch das Kraftwerk einfach an den Fluss gebaut und man war kurz davor, die fahrlässige Spaltung der Materie dort hochzufahren… Das aber wurde gestoppt.  Jetzt steht davor eine kleine Almhütte, die „Bärndorferhütte“, als Zeichen der Macht des „David gegen Goliath“. Über sie versorgt und nährt man die vorbeikommenden Radfahrer und die sonstigen zahlreichen Besucher.

Das Kraftwerk selber liefert dennoch heute Strom und zwar strahlungsfrei aus Sonnen-Energie, während die vielen Räumlichkeiten für Schulungen und technische Trainings benutzt werden.

Danach tauchten immer wieder Anlagen auf, für die man den Fluss benutzte und die vieles zu ihrer chemischen Verschmutzung und Zerstörung beigetragen haben, abgesehen von ihrer kontrastreichen Erscheinung zur stillen und reichen Aulandschaft hier.

P1160089 P1160092 P1160069 P1160064

Das Schiffsdeck war seit dem Gewitter leer geworden. Es war ruhig hier draussen und der Abend zog langsam über das Land…

P1160035

Vorbei am Kraftwerk Altenwörth aber fuhren wir nun einem Platz entgegen, der damals für die königliche Gesellschaft von grosser Bedeutung gewesen war. Und dort stand es auch – in voller Grösse in Bronze gegossen: das Zusammentreffen der Königin mit ihrem zukünftigen Gemahl, Kriemhild von Burgund und Attila, dem Hunnenkönig, auch Etzel genannt.

Etzel1 Etzel2

http://erleben.tulln.at/kunst/sehenswuerdigkeiten/nibelungendenkmal/

Jetzt erst verstand ich ihre Unruhe. Unruhig rannte sie auch von Deck, als wir für ein paar Minuten dort anlegten. Und sie warf sich ihm entgegen, um ihn zu warnen. Längst aber hatte auch er begriffen… und er beruhigte sie.

P1160143 P1160141

Gerade noch rechtzeitig, bevor wir ablegten, kamen sie dann gemeinsam an Bord. Ein Ruck ging durch das Schiff und Danu deutete mir vom Fluss herauf an, dass die wahre Hochzeit nun stattfinden könne. Aufgeregt betrachteten wir das Paar, das damals ebenfalls zu einem solchen Feste zusammen gekommen war.

Das Volk liebte seine neue Königin. Ein Kind kam… und dann kam der Tod. Denn das Herz der Königin war seit dem damaligen Geschehen verschlossen geblieben. Listig überredete sie deshalb den mächtigen Reiterkönig, ihre Familie an seinen Hof zu laden. Mit ihr kamen tausende Ritter und Knechte. Keiner von ihnen hatte seine Heimat wiedergesehen. Statt des Schatzes aber sah auch die Königin den Tod, wenn auch im Wissen, dass die Rache gelungen war.

P1160135 P1160125

Schaudernd wandte sie sich ab von dieser Erinnerung… Eine neue Zeit lag nun vor ihr und vor ihnen. Und er, der einst mit seinem Reitervolke den Osten mit dem Westen des eurasischen Kontinents zusammen geführt hatte, schaut ebenfalls in eine Vergangenheit der Kriege, des Plünderns, des Raubens… und der damit ausgelösten Fluchtbewegungen und Völkerwanderungen. Für ihn war jetzt ebenfalls die Zeit gekommen, seine feurig-kriegerische Kraft in eine neue Richtung zu lenken.

Vielleicht auch waren er und sein Volk damals nur die Rebellen, die gegen die Raubzüge der neuen Macht auf dem Planeten ankämpften. Da diese Macht aber immer wieder im Handumdrehen die Rebellen als Terroristen bezeichnet, hat er bis heute einen schlechten Ruf.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Bei der Schleuse Greifenstein waren wir dann bereits im Wienerwald ankommen. Hoch oben gab es dort eine weitere Burg aus früheren Zeiten zu sehen und wie so vieles andere in diesem Lande, war auch sie über Jahrhunderte im Besitz des Bistums Passau.

P1160203 P1160222P1080270 P1160226

Schleuse und Burg Greifenstein

Bereits seit Krems hatte unten im Schiff die Abendunterhaltung begonnen. Nach der nachmittäglichen Kaiserschmarren-Präsentation und der anschliessenden Verkostung, war man nun bei schunkelnder Live-Musik angekommen.

P1160250 P1160253

Am Ende der nächsten grossen Fluss-Biegung gab es dann einen ersten Blick hinunter nach Wien, während auf der rechten Uferseite die Stadt Klosterneuburg mit ihrem riesigen Stift sichtbar wurde. Wir waren damit am Stadtrand nördlich von Wien angekommen. Wie schon in Melk und Göttweig, so ist auch hier grosse Macht konzentriert, die jedoch auf diesem in der Talebene liegenden Platz immer schon schwierig zu verteidigen war – sowohl im Bezug auf Hochwässer, als auch auf Eindringlinge, von denen die Türken wohl die grösste Herausforderung waren.

P1080283 P1080278

Die erste Schiffswerft Österreichs war einst hier in Betrieb gegangen und ein gewisses Schloss Neuburg gilt als die Grundlage des heutigen Augustiner-Chorherrenstiftes. Es zeigt sich heute als unvollendetes Projekt für eine Klosterresidenz der Habsburger. Dennoch verweist die Reichskrone als Kuppel der Kirche auf deren einstige Macht. Heute ist das Stift für seine Spitzenweine über ganz Europa hin bekannt.

P1080301 P1080307 P1080295 P1080284

Gegen halb Neun Uhr am Abend erreichten wir schliesslich die Schiffsanlegestelle an der Reichsbrücke in Wien. Vieles trägt hier noch den Namen des alten Reiches… und vor fast genau vierzig Jahren, am 1.August 1976, ist diese Brücke wie aus dem Nichts heraus eingestürzt. Der frühen Sonntagmorgen-Stunde war es zu verdanken, dass es kaum Opfer gab. Doch der Mythos der Unzerstörbarkeit dieser berühmten Brücke war damit in den Fluten des Flusses versunken.

P1080315 P1080432P1080404 P1080418

unteres Bild links: die neue Reichsbrücke

Beim Blick vom Schiff hinüber auf die schlossartige Kaiserjubiläumskirche, die kurz vor Ausbruch des 1.Weltkrieges fertiggestellt wurde, zog ein weisser Herz-Luftballon an uns vorbei… und wir wussten, dass Zeit der Heilung des Herzens gekommen war.

P1080424 P1080429

Müde gingen wir von Bord… und sobald wir unsere Füsse auf den Boden der kaiserlich-königlichen Reichshauptstadt und Residenzstadt der Habsburger setzten, ging erneut ein Gewitter los. Die Donau-Göttin begleitete uns noch bis in die Innenstadt hinein…

   P1080431 P1080443

* * *

Immer wieder betonten dann die königlichen Gäste aus dem Westen und aus dem Osten, was sie während unserer gemeinsamen Fahrt am meisten erstaunt hätte und was in ihnen eine grosse Achtung vor den Völkern entlang dieses Flusses hervorgebracht habe… nämlich deren Fähigkeit, trotz des todbringenden Schatzraubes in ferner Vergangenheit, immer wieder auch soviel Schönes hervorzubringen. Bewundernswert sei auch, wie sie das Land überall schützten und pflegten. Es sei deshalb die Ahnung hochgekommen, dass der wahre Schatz vielleicht doch noch in den Menschen lebendig ist – und das sei jetzt eigentlich ihre Hoffnung.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Bis zum Morgen zeigte ich ihnen dann zwar noch ein paar zentrale Plätze dieser Stadt, in der sich aus allen Richtungen immer wieder die Macht gesammelt hatte und es auch heute noch tut. Doch waren sie dieser imposanten Baudenkmäler jetzt einfach müde geworden und so beschlossen sie, das Buch dieser vergangenen Macht nun bald zu schliessen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Früh am nächsten Morgen waren wir dann bereits unterwegs, um die Fahrt nach Bratislava in der Slowakei anzutreten. Das Katamaran-Schnellboot brachte uns in Windeseile aus dem Nebenarm des Flusses, der „Alten Donau“, hinaus. Regnerisch und kalt war es, als wir durch den Nationalpark Donauauen bis zum Ort Hainburg fuhren. Von Danu aber gab es keine Spur.

P1080469 P1080495

Hainburg

An der Staatsgrenze zur Slowakei aber wartete sie mit erhobenen Armen. Und wir spürten etwas Grosses herannahen. Ein riesiger Felsen mit einer Öffnung – wie eine Vulva – stand dort und die Königin mit ihrer Gesellschaft machte sich bereit. Da, wo der Fluss March (slowakisch: „Morava“, Mähren) in die Donau müdet, stiegen sie aus.

P1090310 P1090300

Die Königin würde nun durch dieses Tor gehen… um zu heilen, was verwundet ist. Damals war eine weise Frau aus diesem Felsen an sie herangetreten, um ihr den Weg zu weisen und sie einzuladen… Doch ihr Herz war zu verbittert und so setzte sie fort, was sie zu tun gekommen war.

Wir winkten hinüber, als wir unsere Reise fortsetzten. Dann aber wurde sichtbar, was sich hinter dem Felsen verbarg. Vor uns lag nun dieser riesige Drache… Und oben, auf seinem Rücken befand sich eine ebenso riesige Burg – „Theben“ oder auch „Hrad Devín“ genannt. Der Name hat jedoch weniger mit der altägyptischen Stadt am Nil zu tun, sondern er ist vielmehr die slawische Bezeichnung für Mädchen, Jungfrau (dewena), nach der auch der Turm seitlich des Felsens benannt ist, der „Jungfern-Turm“.

 P1090297 P1080552P1080532 P1090314

Anders, als an den Burgen weiter oben am Fluss, war hier eine Lebendigkeit zu spüren und eine Kraft, die unbeschreiblich ist. Sie war vor dem Bau der Burg bereits da und sie ist es auch jetzt in ihrem Verfall. Der Stolz und die Macht eines ganzen Volkes liegen hier begründet und der ganze Hügel gilt daher auch als ihr (der Mähren) Nationalheiligtum. Dieser Drachenhügel liegt an den Wurzeln aller slawischen Völker.

Der König wusste, dass seine Königin dort nun alleine hineingehen musste und er wird auf sie anderswo warten, weit entfernt von den alten Reichen mit ihren immer-gleichen Machtansprüchen. Aber er liebte die Völker, die da hinunter bis zur Mündung des Flusses leben, und er würde ihnen nun helfen, ihre Aufgabe jetzt zu übernehmen.

P1090320 OLYMPUS DIGITAL CAMERA

In Bratislava verabschiedeten wir uns voneinander… und wir wussten, dass die Zeit des Wiedersehen ganz nahe ist. Und eigentlich war es kein wirklicher Abschied mehr.

P1080603 P1080698

Pressburg, das heutige Bratislava, war einst die Krönungsstadt der Habsburger und sie hat unter der österreichischen Kaiserin Maria Theresia noch einmal einen grossen Aufschwung erhalten. Die Stadt gehörte lange Zeit zu Ungarn. Als junge slowakische Hauptstadt ist sie heute die einzige Hauptstadt der Welt, die an zwei Länder grenzt.

P1080694 P1080715

Ich habe darüber bereits im Update “Juli 2016: Übergabe” geschrieben:

Am vergangenen Sonntag war dann die letzte dieser Fahrten zu machen … Die Stadt war wegen eines Treffens von EU-Kommissaren zum Teil abgesperrt und in den Händen der Polizei. Das war äusserst symbolträchtig. Das Schutzband und das Band der Einheit der Donauvölker aber war nun bis hierher gezogen und vollständig.

P1080667 P1080649

Als ich dann oben stand auf der mächtigen Burg der Stadt war die Übergabe zu machen… Mit einer kleinen Zeremonie später in der Nacht – bei der alle Räte und Wesen versammelt waren, die sich um einen erfolgreichen Übergang der Menschheit in die neue Dimension kümmern – bekam die Donaugöttin dann ihre alte Macht zurück und den Auftrag, die Völker an ihren Ufern zu vereinen.

P1090028 P1090128

Sie wird das „blaue Band“ nun hinunter bis zur Mündung ziehen, was in zehn bis elf Tagen vollendet sein wird. So lange braucht das Wasser von Bratislava bis ins Schwarze Meer. Und sie wird es gemeinsam mit den slawischen Völkern tun, die bereits auf die Erfüllung ihres Auftrages gewartet haben.

Der Neumond am Montag war schliesslich der Zeitpunkt, an dem alles vollendet sein musste… weshalb ich erst da verstanden habe, warum alles so überaus schnell zu machen war und kaum einmal Zeit blieb, um innezuhalten und die Dinge zu verarbeiten. Doch: es ist vollbracht!

P1090127

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzu zu fügen. Mit dem heutigen Tag, der in einigen Ländern Europas ein Feiertag ist – der Tag der Weisen Frau (Sophia) und der Grossen (Drachen) Göttin – treten wir nun in die 33.Kalenderwoche ein. Der Lapislazuli aber, der diese Geschichten und all ihre Kraft nun in sich trägt, wird genau in dieser Woche an seinem endgültigen Platz ankommen…

P1160929

 

Copyright: http://earthdragon.inner-resonance.net/ (Magda Wimmer)